8 Dinge, die du tun solltest, bevor du deinen Blog veröffentlichst

Freut mich zu hören, dass du deinen eigenen Blog veröffentlichen möchtest! Vor allem wenn es dein erster Blog ist, ist es etwas ganz Besonderes, denn du hast nun die Möglichkeit, dir eine Stimme im Netz zu geben, andere zu inspirieren oder dir sogar dein eigenes Business aufzubauen.

Wenn ich mich an meinen ersten Blog zurückerinnere, dann verbinde ich die Erfahrung mit sehr viel Geduld, Ausdauer und Energie. Schliesslich gab es vor ein paar Jahren noch nicht ganz so viele erfahrene Blogger, die ihr Know-How mit der breiten Masse geteilt haben.

Ich hätte mir damals gewünscht, dass es jemanden gegeben hätte, der mir von A bis Z alles genau erklärt hätte. Dir möchte ich dieses Hindernis ersparen, du sollst es von Anfang an richtig machen, um mit deinem Blog so richtig durchzustarten!

Bevor es los geht noch einen kleinen Reminder: Von nichts kommt nichts, das gilt auch fürs Bloggen. Dein Blog wird von heute auf morgen nicht bekannt und du wirst vorerst auch nicht das grosse Geld damit verdienen.

Natürlich ist es möglich, sich ein profitables Business mit dem Blog aufzubauen, sei dir aber bewusst, dass dahinter sehr viel Zeit und Arbeit steckt, die man auf den ersten Blick nicht unbedingt sieht. Eine gewisse Leidenschaft fürs Schreiben, Fotografieren und Designen der eigenen Webseite wäre daher sicherlich von Vorteil.

1. Überlege dir, über was du bloggen möchtest

Was interessiert dich? Mit welchen Themen kannst du dich stundenlang beschäftigen? Das sind zwei Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du dich für eine Blog-Nische entscheidest.
Grundsätzlich gibt es keine Regeln, du kannst auch über alles und jeden schreiben, ohne dich auf ein bestimmtes Thema festzulegen. Tatsächlich bewährt es sich aber, sich auf 1-2 oder maximal 3 Nischen zu beschräken. Zumindest dann, wenn du beabsichtigst, eine zurückkehrende Leserschaft aufzubauen. Wenn es für dich ein reines Hobby ist und bleiben soll, dann musst du dir darüber natürlich nicht allzuviele Gedanken machen.

Warum ist es businesstechnisch besser, sich auf eine Nische zu beschränken?

Nehmen wir mal an ein Leser interessiert sich für Sport und Ernährung. Er mochte deinen letzten Beitrag und hat sich die Zeit genommen, durch deinen Blog zu scrollen, um weitere Posts über dieses Thema zu finden. Dabei ist er auf einige deiner Beauty Tipps gestossen, die ihn so gar nicht interessieren. Dein Blog ist für ihn also mehrheitlich uninteressant und du hast diesen potentiellen Leser womöglich gerade verloren.

Ich bin allerdings der Meinung, dass es einige Themenbereiche gibt, die sich ganz gut ergänzen. Wie zum Beispiel Beauty und Mode oderLifestyle und Travel. Solange der Beitrag zu dir und zu deinem Blog passt, solltest du eigentlich nichts zu befürchten haben.

Selbstversuch: Beobachte einmal bewusst, wie du dich auf einer Webseite bewegst. Wann springst du ab? Hast du dir die Seite gemerkt? Wirst du zurückkehren? Warum/warum nicht?
Dieser Versuch wird dir helfen zu verstehen, wie Nutzer im Internet navigieren. Anschliessend kannst du die gesammelten Informationen zu deinem Vorteil nutzen.

2. Was kannst du deinen Lesern bieten, was andere nicht haben?

Grundsätzlich gilt: was jemandem nicht weiterhilft, interessiert auch keinen. Es ist also schön und gut, wenn du deinen Blog als Tagebuch nutzen möchtest oder um deine Haustiere zu zeigen. Solange ein Leser aber keinen Mehrwert daraus ziehen kann, wird er so schnell nicht wieder auf deinen Blog zurückkehren.

Verstehe mich nicht falsch: auch das Thema Haustiere kann eine gute Nische sein. Zum Beispiel kann man Informationen zur Haltung geben, über Krankheiten aufklären etc. etc. Dies sind alles Dinge, wonach Nutzer auf Google suchen und sind demzufolge genauso gefragt! Du solltest mit der Zeit allerdings ein Gespür dafür entwickeln, was deine Blog-Besucher gerne lesen. Google Analytics kann dir dabei behilflich sein.

Stelle dir auch die Frage, was deinen Blog bzw. deine Beiträge so besonders macht. Was unterscheidet dich von anderen Bloggern? Es müssen nicht unbedingt inhaltliche Differenzen sein. Vielleicht hast du auch einen witzigen Schreibstil und ziehst die Leser so in deinen Bann. Denn ich gebe zu, es ist sehr schwer über etwas zu berichten, was noch keiner thematisiert hat.

ABER: Nur du allein kannst von deinen persönlichen Erfahrungen berichten und niemand anderes! Sei dir dem bewusst.

3. Entwickle eine Business-Strategie

Vorausgesetzt du möchtest ein Business aus deinem Blog machen, muss eine Strategie her! Es reicht nicht einfach einen Beitrag zu schreiben und zu hoffen, dass automatisch tausende Menschen darauf anspringen. So funktioniert das nicht.

Mache dir am besten eine Liste, wo du dir notierst, wie du deinen Blog unter die Leute bringen möchtest. Was machst du vor der Veröffentlichung und was danach? Wie promotest du deine Blogbeiträge?

Setze dir kleinere Ziele, auf die du hinarbeitest. Ein Beispiel: Du möchtest im ersten Monat tausend Besucher erreichen. Strategie: Mundpropaganda, Soziale Medien, Beiträge in Gruppen teilen (z.B. auf Facebook).

Tipp: Scheue dich nicht davor, deinen neuen Blog auch deinen Freunden zu zeigen. Ich hatte anfangs auch immer das Gefühl belächelt zu werden. Spätestens als ich dann angefangen habe mit Firmen zusammenzuarbeiten und mit meinem Blog Geld zu verdienen, hat es sich dann aber ziemlich schnell gelegt. Tatsächlich ist mir sogar aufgefallen, dass viele gar nicht wissen, was ein Blog überhaupt ist, geschweigen denn, wie man damit Geld verdienen kann.

Business Plan Bild
Business Plan Text

4. Überlege dir einen Namen für deinen Blog

Ein Blogname sollte möglichst kurz und einfach zu merken sein. Aber bevor du dir irgendetwas seltsames zusammenbastelst, weil die meisten Namen schon vergeben sind, kann ich dir empfehlen auch einfach deinen Vor- und/oder Nachnamen zu nehmen.

Vor allem wenn du dir noch nicht so sicher bist, über was du schreiben möchtest, ist es sicherlich die bessere Variante.

Weshalb?

Weil dein Blogname idealerweise nicht «beauty» oder «fashion» enthalten sollte, wenn du danach doch lieber Rezepte vorstellst. Mit deinem Vornamen bist du quasi safe, du kannst deine Nische jederzeit wechseln und auch über völlig andere Themen schreiben, ohne dass es seltsam oder unprofessionell wirkt.

Wenn du hingegen genau weisst, in welcher Nische du dich bewegen möchtest, dann nutze unbedingt einen Namen, den man damit in Verbindung bringt! So wissen deine Besucher genau, was sie bei dir erwarten können.

5. Eröffne eine Website und designe deinen Blog

Ob du dich bei Blogger.com oder WordPress.com anmeldest, spielt grundsätzlich keine Rolle. Falls du allerdings beabsichtigst, dein Hobby zum Beruf zu machen, solltest du WordPress.org nutzen, eine eigene Domain haben (ohne den Kürzel .blogspot oder .wordpress) und einen Hoster.

Plus solltest du dir eine Vorlage für deinen Blog kaufen, also quasi dein Design. Es gibt für beide Plattformen sowohl kostenlose als auch nicht-kostenlose Vorlagen. Aber egal wie du dich entscheidest: Du solltest auf jeden Fall schauen, dass du dein Design entsprechend deiner «Marke» anpasst. Das kann z.B. mittels einer Farbpalette gemacht werden, die sich durch deine ganze Webseite zieht.

Warum brauchst du einen Hoster?

Wenn du die kostenlose Version von WordPress (oder Blogger) nutzt, wird dein Blog so gesehen nie dir gehören. Google oder WordPress können deinen Blog jederzeit löschen, wenn du gegen die Richtlinien verstösst. Dich nicht abzusichern wirkt unprofessionell, vor allem wenn du davon finanziell abhängig bist.
Ausserdem weiss keiner, wie es in ein paar Jahren aussehen wird. Was noch existieren wird und was nicht. MySpace und Google+ sind zwei solcher Beispiele.

Welchen Hoster wählen?

Ein Hoster muss nicht teuer sein! Ich selbst nutze aktuell Siteground, das ist eines der etwas kostengünstigeren Hostern, die es gibt und wird sogar von WordPress selbst empfohlen! Ich persönlich bin damit vollkommen zufrieden, denn Siteground liefert einem alles, was man für den Start seine Website braucht: Eine Domain, eigene E-Mail-Adressen (Bsp.: lisa@theaurumluxury.com), ein SSL-Zertifikat und vieles mehr.

6. Optimiere deine Social Media Kanäle

Sichere dir auf allen Plattformen den Namen, den du haben möchtest. Auf wie vielen Kanälen du aktiv sein möchtest, ist dir überlassen.

Sei dir aber bewusst, dass auch das sehr viel Zeit kostet, wenn du neben dem Blog regelmässig Content hochladen möchtest.

Ich würde dir empfehlen Pinterest und Instagram, gegebenenfalls auch Facebook zu nutzen.

Auf keinen Fall solltest du Pinterest weglassen! Das ist eine wahre Goldgrube, die noch nicht von einem nervigen Algorithmus befallen ist.

Stelle ausserdem sicher, dass du überall einen Business Account einrichtest. So hast du Zugriff auf deine Statistiken und weisst, was deine Follower sich gerne ansehen.

7. Verbinde dich mit anderen Bloggern aus deiner Nische

Auch wenn du deinen Blog noch gar nicht veröffentlicht hast, kannst du bereits mit anderen Bloggern in Kontakt treten. Besuche ihren Blog, hinterlasse einen zum Post bezogenen Kommentar oder folge ihnen auf ihren Sozialen Medien.

Viele Blogger sind Teil einer Facebook Gruppe oder pinnen in Gruppenboards auf Pinterest ihre Beiträge. Manchmal haben sie sogar ihre eigenen erstellten Gruppen. Finde heraus wo sie sich treiben und frage nach, wie du Mitglied werden kannst. So wirst du bereits am Anfang viele Leute erreichen.

Wenn du möchtest, kann ich dich gerne in mein Gruppenboard auf Pinterest einladen, dort teilen wir Tipps und Tricks rund ums Bloggen. Wie du mitpinnen kannst, steht in der Boardbeschreibung. Ich freue mich auf dich!

8. Schreibe deine ersten paar Posts

Richtig gelesen. Deine ersten PAAR Posts. Schliesslich gehst du auch nicht in ein Geschäft, wo nur ein Kleid an der Stange hängt. Das gleiche gilt für deinen Blog. Je mehr, desto besser! Denn so können sich deine Besucher einen ersten positiven Eindruck von dir und deinem Blog beschaffen.

Ich empfehle dir mindestens fünf Beiträge zu veröffentlichen, bevor du deinen Blog an die grosse Glocke hängst. Hier findest du 100 kreative Blogpost Ideen, die deine Besucher garantiert gerne lesen. Bestenfalls behandeln deine ersten Beiträge ähnliche Themen, sodass du gleich zu Beginn interne Links mit einbauen kannst. Also Links, die auf deine anderen Beiträge verweisen. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Onpage Optimierung.

Vergiss anschliessend nicht, auf anderen Plattformen deine Posts zu promoten, denn von alleine tut sich da sonst nichts. Lies dir dazu auch gerne meinen Beitrag durch, wo ich dir 10 Arten vorstelle, um deinen Blog-Traffic massiv zu erhöhen.

Das fehlt noch…

Nach diesen 8 Schritten bist du nun bereit, so richtig durchzustarten! Siehe dir dazu den Beitrag «So startest du 2022 einen eroflgreichen Blog» an.

Damit deine Blogposts zudem auch ein richtiger Erfolg werden, ist es wichtig, sich mit SEO auseinanderzusetzen. Was das genau ist und warum es so wichtig ist, erfährst du in meinem Beitrag, wo ich dir die 5 besten SEO-Tipps vorstelle. Ich verspreche dir, es ist einfacher, als dass es tatsächlich klingt!

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2 Kommentare zu «8 Dinge, die du tun solltest, bevor du deinen Blog veröffentlichst»

  1. Hallo Lisa,
    dein Beitrag hat mich darin bestärkt meinen Plan vom eigenen Blog für mein Online-Business zum Thema Büroorganisation und Buchhaltung zu starten wie geplant.
    Ich bin leidenschaftliche Buchhalterin und Orgaprofi für Büroabläufe und hoffe mit meinem Blog andere ein bißchen mehr dafür zu begeistern oder zumindest die Scheu zu verlieren.
    Danke dafür und weiterhin viel Erfolg und Freude beim Schreiben ?
    Liebe Grüße Sanja

    1. Hallo Sanja,
      feut mich, dass ich dich motivieren konnte! Das Thema Organisation ist sicherlich eine super Nische, um Leser zu gewinnen.
      Viel Spass und Erfolg beim Aufbau deines Blogs! 🙂
      Liebe Grüsse
      Lisa

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