Studium zu schwer: 19 Anzeichen und was du dagegen tun kannst

Ist dein Studium zu schwer für dich?

Finde in diesem Beitrag heraus, welche Anzeichen du hast und erfahre, was du dagegen tun kannst.

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Findest du dein Studium zu schwer? Als Studentin kenne ich das Gefühl von Stress und Überforderung, aber nicht jedes Anzeichen spricht zwingend dafür ein Studium abzubrechen.

Finde also zuerst heraus, ob dein Studium zu schwer für dich ist. Aber auch, was du dagegen tun kannst. Und entscheide erst dann, wie du weiter vorgehst.

In diesem Beitrag dreht sich alles darum, ob dein Studium zu schwer ist und wie du damit umgehen solltest.

Studium zu schwer - Anzeichen und was du konkret dagegen tun kannst

1. Du hast keine Ziele vor Augen

Hast du dich schon einmal gefragt, warum du eigentlich studierst? Was möchtest du erreichen? Inwiefern hilft dir das Studium dabei diesem Ziel näher zu kommen?

Wenn du keine klaren Antworten auf diese Fragen hast, dann fehlt dir vermutlich dein Ziel vor Augen.

Menschen brauchen aber Ziele, um motiviert zu bleiben und durchzuhalten.

Wenn du keinen Nutzen in deinem Studium siehst, dann empfindest du es als sinnlos und vermutlich auch als Zeitverschwendung.

Du musst also Folgendes tun: Setze dich an einen Tisch, nimm ein Blatt Papier und etwas zum Schreiben hervor.

Werde dir klar darüber, was du beruflich erreichen möchtest. Fehlende Ziele haben immer auch etwas mit Unsicherheit und Planlosigkeit zu tun.

Wie sieht also dein beruflicher Alltag aus? Welche Aufgaben erfüllst du? Welche Position möchtest du haben? Schreibe dir alles auf.

Notiere dir dann mindestens drei Dinge, die dein Studium zu deiner idealen beruflichen Vorstellung beitragen kann.

Aber gehe auch etwas über den Beruf hinaus. Und versuche wirklich das WARUM festzuhalten. WARUM möchtest du beispielsweise einen höheren Abschluss, um mehr Lohn zu bekommen. Wozu brauchst du einen höheren Lohn?

Ein Beispiel:

  1. Mit einem höheren Abschluss erhalte ich mehr Lohn und kann somit mehr auf Reisen gehen und so neue Leute und neue Orte kennenlernen.

Durch diese Übung wirst du dir über deine Ziele bewusst.

Lasse diese Ziele nun aber nicht im Papierkorb verschwinden, sondern hänge sie dir am besten irgendwo auf, wo du häufig lernst oder arbeitest. Noch besser ist es, wenn du ein Erfolgsjournal hast, in dem du all deine Ziele und Erfolge notieren kannst.

Es soll dich daran erinnern, WARUM du dein Studium durchziehst, auch wenn es sich zurzeit noch zu schwer anfühlt.

2. Dir fehlt die Fähigkeit zur Selbstmotivation

Wer sich nicht selbst fürs Lernen im Studium motivieren kann, der wird sich durch jedes Semester mühsam durchkämpfen müssen.

Ein Studium bedeutet jede Menge Arbeit, die erledigt werden muss.

Wenn du also bereits die Tendenz hast zu prokrastinieren, dann kann es gut sein, dass dein Studium zu schwer für dich wird. Schliesslich wird der Stoff im Verlauf des Semesters nicht weniger.

Versuche also deine Motivation aufrechtzuerhalten, indem du dich beispielsweise belohnst, wenn du eine bestimmte Aufgabe erledigt hast.

Du kannst dich mit materiellen Dingen, mit Essen oder auch mit bestimmten Tätigkeiten belohnen.

Wenn du dennoch das Gefühl hast, dass dir die Motivation fehlt, dann versuche gemeinsam mit deinen Mitstudierenden zu lernen.

3. Du hast kein Durchhaltevermögen

Ganz ehrlich, du wirst im Studium immer wieder Momente haben, in denen du dir denkst, dass du nicht mehr kannst.

Dieses Gefühl kann in vielen Situationen auftreten.

Wichtig ist, dass du mit diesem Gefühl richtig umgehst und weisst, dass es zeitlich begrenzt ist.

Wenn du also bereits ans Aufgeben denkst, dann fehlt dir vermutlich das nötige Durchhaltevermögen.

Du kannst dem entgegenwirken, indem du an der Uni lernst, anstatt zuhause. Sehe die Uni als deinen Arbeitsplatz und verlasse ihn erst, wenn du alle deine Aufgaben erledigt hast.

Auf diese Weise wirst du weniger von anderen Dingen oder Personen abgelenkt.

Mache es dir also zur Gewohnheit, sodass das Durchhalten nicht eine Option ist, sondern eine Routine.

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4. Du machst zu wenig

Zugegeben, es gibt Leute, die riechen nur an einem Buch und können sich sofort alles merken.

Wenn du diesen Beitrag liest, dann gehörst du offensichtlich nicht zu dieser Sorte. Sorry for that. (Ich übrigens auch nicht…)

Es lässt sich also nicht vermeiden, dass du vermutlich etwas mehr Zeit für dein Studium aufwenden musst als andere.

Wenn du es dir also am Abend gemütlich vor dem Fernseher machst und dir einen Film nach dem nächsten reinziehst, dann hast du ein Problem.

Du machst zu wenig.

Ich weiss, ich mache dir jetzt die Vorstellung vom schönen Studentenleben kaputt. Ein Student hat ja immer frei, richtig?

Well, to be honest with you: Ja, ein Student hat viel Freizeit. Und zwar in den SEMESTERFERIEN.

Nicht WÄHREND dem Semester.

Wenn du dich jetzt also ertappt fühlst und du eigentlich etwas mehr für dein Studium während dem Semester machen könntest, dann ist das vermutlich eines der Gründe dafür, weshalb dein Studium für dich zu schwer ist.

Es ist für uns alle nicht leicht auf Dinge zu verzichten, aber wir müssen eben Prioritäten setzen.

5. Du kommst mit dem Stoff und der Komplexität nicht zurecht

In einer Vorlesung zu sitzen und absolut nichts zu verstehen, kann frustrierend sein. Und ich kenne das nur zu gut von meinen Mathematik Modulen.

Gib deshalb aber nicht sofort die Hoffnung auf.

Mache dich stattdessen auf die Suche nach Lösungen.

Schaue, dass du den Stoff auf möglichst verschiedene Arten lernen und erleben kannst:

Lies Texte durch, schaue dir die Vorlesung an (falls du sie online nochmals schauen kannst), gehe die Folien durch, versuche den Stoff in eigenen Worten zu repetieren oder schaue dir Youtube Videos dazu an.

Jeder Lerntyp lernt anders am besten. Finde also deinen passenden Weg und probiere unterschiedliche Dinge aus.

Sehr effektiv ist auch das Lernen mit Freunden. Ihr könnt euch beispielsweise gegenseitig den Stoff mündlich zusammenfassen.

Häufig zeigen sich so vorhandene Unsicherheiten oder Unklarheiten, die dann gemeinsam direkt besprochen und gelöst werden können.

6. Du denkst nur noch ans Lernen

Wenn du nur noch ans Lernen oder dein Studium allgemein denkst, dann fehlt dir etwas sehr Zentrales: die Pausen.

Und vorher habe ich dir gleich noch gesagt, dass du zu wenig machst – nein, das soll nun wirklich kein Widerspruch sein.

Pausen stellen nämlich sicher, dass du gesund und fit bleibst. Und das brauchst du, um bei jeder Lerneinheit 100% geben zu können. Nur so hältst du das Semester mit intensivem Lernen durch.

Aber was machen, wenn man nur noch ans Lernen denkt?

Ich habe für mich einen sehr effektiven Weg gefunden:

Und zwar mit einem Lernplan.

In meine Lernplan Vorlage schreibe ich mir alle meine To-Dos für den aktuellen Tag hinein.

Wenn diese To-Dos erledigt sind, dann habe ich offiziell Feierabend! Und daran halte ich mich auch.

Du findest hier eine Lernplan Vorlage zum Runterladen + Anleitung, wie du sie optimal für dein Studium nutzen kannst.

7. Du bist unorganisiert

Überforderung entsteht vor allem dann, wenn das Studium nicht organisiert angegangen wird.

Schaue, dass du dir Abgabetermine, Klausurtermine und andere wichtige Daten direkt in einen Studienplaner notierst.

Aber das ist nicht das einzige, was du tun kannst.

Schaue, dass du auch Ordnung mit all den Materialien hältst, die du täglich bekommst (sei es digital oder auf Papier).

Alles wichtige, was du für die Organisation deines Studiums brauchst, findest du in dieser ultimativen Checkliste für die Uni!

8. Du bist ständig gestresst

Stress ist ein deutliches Zeichen dafür, dass dich dein Studium überfordert.

Zu beachten ist aber auch, dass Stress vor den Prüfungen völlig normal ist.

Ungesund wird es dann, wenn es sich durch das ganze Semester zieht und vielleicht sogar bis in die Semesterferien anhält.

Wichtig ist dann, dass du einen Ausgleich zum Studium findest.

Informiere dich bei deiner Uni, vielleicht gibt es bestimmte Sportangebote, die dich ansprechen. Oder du könntest ins Fitnessstudio oder nach draussen gehen und dich so etwas auspowern.

Auch Meditieren ist etwas, das gegen Stress hilft. Bereits fünf Minuten am Tag können wahren Wunder bewirken!

9. Du bist häufig krank und schlecht gelaunt

Stress kann sich auf viele Arten äussern. Und was die Psyche belastet, kann sich auf den ganzen Körper auswirken.

Häufiges Kranksein oder ständige schlechte Laune können Anzeichen von Stress sein.

Versuche also den Stress zu minimieren, indem du organisiert bleibst, Sport treibst, meditierst und dir einen genauen Plan für dein Studium erstellst.

10. Du schläfst nicht mehr gut

Ein erholender Schlaf ist eines der wichtigsten Faktoren für das konzentrierte Lernen.

Wenn dein Kopf jedoch keine Ruhe gibt, du ständig überfordert bist, dann kann es sein, dass du nicht mehr gut ein- oder durchschlafen kannst.

Versuche daher eine Abendroutine zu entwickeln:

Meditiere, wenn möglich. Gehe früh ins Bett und lasse alle elektronischen Geräte 90 Minuten vor dem Schlafengehen weg. Lies stattdessen ein Buch.

Versuche am Morgen früh aufzustehen und so viel wie möglich für die Uni bereits zu erledigen.

Am Morgen sind wir meistens am produktivsten, zudem kannst du danach den Tag entspannter angehen und dadurch auch besser schlafen.

Jeder Mensch kann schlafen lernen von Shawn Stevenson ist übrigens ein aboluter Buchtipp von mir.

Darin enthalten sind einfache Anleitungen, die zu besserem Schlaf führen und direkt ausprobiert werden können.

Mich konnte das Buch total begeistern!

11. Du fühlst dich, als hättest du kein Leben mehr neben dem Studium

Je nach Studiengang kann die Uni sehr zeitintensiv sein. Dadurch hast du weniger Zeit für deine Hobbys, deine Freunde und deine Familie.

Das ist bis zu einem bestimmten Grad WÄHREND dem Semester normal.

Schaue aber, dass du die Dinge, die dir Spass machen, unbedingt in den Semesterferien nachholst.

Auch sehr effektiv ist es, wenn du eine geregelte Morgenroutine entwickelst, die Dinge beinhaltet, die dir Spass machen (so stehst du am Morgen auch lieber auf).

12. Es belastet dein Umfeld

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Studium einen so negativen Einfluss auf dich hat, dass es auch dein Umfeld merkt, dann solltest du unbedingt das Gespräch mit den entsprechenden Personen suchen.

Scheue dich nicht davor Probleme anzusprechen. Du könntest dich auch zuerst mit Mitstudierenden austauschen, sicherlich haben einige dieselben Sorgen wie du.

Scheue dich nicht davor Hilfe zu holen. Soweit ich weiss, bieten alle Unis psychologische Beratung an.

Wenn du also das Gefühl hast, dass dir das helfen könnte, dann nutze das Angebot – es ist ja nicht umsonst da!

13. Du hast grosse Wissenslücken aus der Schule

An der Uni  werden nicht zwingend alle Basics immer und immer wieder repetiert. Ein gewisser Grad an Wissen wird vorausgesetzt.

Wenn du also merkst, dass du bestimmte Wissenslücken hast, dann solltest du versuchen, diese Lücken so schnell wie möglich zu füllen.

Schaue dir Youtube-Videos an, kaufe dir ein Buch mit allen wichtigen Basics oder besorge dir einen Nachhilfelehrer.

Ganz nach dem Motto: Je früher desto besser.

14. Dir fehlt die Fähigkeit der Selbstreflexion

Wenn du dein Studium zu schwer findest, aber eigentlich gar nicht so richtig weisst weshalb, dann fehlt dir vermutlich die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Versuche herauszufinden, was dir konkret Mühe bereitet, was dich stresst oder weshalb dir die Motivation fürs Lernen fehlt.

Eine gute Möglichkeit, um die Selbstreflexion zu trainieren, ist das Journaling.

Besorge dir ein Notizbuch und schreibe alles nieder, was dir im Kopf so herumschwirrt. Versuche nach den Gründen zu graben und mehr über deine Sorgen und Ängste zu erfahren.

15. Dir fehlt die Arbeits- und Anstrengungsbereitschaft

Niemand hat gesagt, dass dein Studium leicht wird.

Du musst aber auch bereit sein, etwas dafür zu opfern: deine Zeit.

Wenn du nicht alles für dein Studium geben möchtest, dann bist du vielleicht einfach nicht fürs Studieren geeignet.

Das ist allerdings nur eine Fähigkeit von vielen, die ein Student braucht.

Finde hier heraus, ob du alle nötigen Fähigkeiten besitzt und für die Uni wirklich geeignet bist.

16. Du hast Angst, dass du die Prüfungen nicht schaffst

Wenn man die Prüfungsangst genau analysiert, dann ist es eigentlich weniger eine Angst vor den Prüfungen selbst und mehr eine Angst vor dem Versagen.

Versagen gehört aber zum Studieren dazu.

Ich kenne viele Studierende, die durch Prüfungen gefallen sind. (Auch ich kann mich da dazuzählen).

So what?

Geht davon die Welt unter?

Nope.

Du raffst dich auf und versuchst es einfach noch einmal. Meistens klappt es dann auch. Schliesslich weisst du beim zweiten Mal ganz genau, wie die Prüfung abläuft.

17. Du hast Fächer gewählt, die dir schon im Gymnasium Mühe bereitet haben

Falls du im Studium ein Fach hast, das dir nicht liegt und auch nie gelegen hat, dann solltest du ernsthaft darüber nachdenken, das Fach zu wechseln.

Meistens ist es besser seinen Begabungen und Interessen zu folgen und das zu vermeiden, worin man nicht gut ist.

Falls du dein Fach nicht wechseln kannst, dann befolge die Tipps unter Punkt 5 und finde unbedingt heraus, welcher Lerntyp du bist.

18. Du bist verzweifelt und weisst nicht, was du willst oder tun sollst

In einer solchen Situation ist es zunächst einmal wichtig, nichts zu überstürzen.

Schlafe zuerst ein paar Nächte darüber und überlege dir, wo du dich in fünf Jahren siehst.

Wenn das Studium ein Teil dieser Zukunft darstellt, dann go for it! Es werden sicherlich bessere Zeiten folgen. Versuchen kann man es immer! Und wenn’s nicht klappt, dann kannst du dir später wenigstens nicht vorwerfen, dass du es nicht versucht hast.

Falls dein Studium kein Teil dieser Zukunft ist, dann ist das Studium abbrechen vielleicht die richtige Option für dich.

19. Du spürst einen enormen Leistungsdruck

Mit Leistungsdruck umzugehen, ist nichts Einfaches.

Ich gehe damit immer so um, dass ich mir das Worst-Case-Szenario vorstelle: Was wäre denn das Schlimmste, was passieren könnte, wenn alles schiefgeht?

Hinsichtlich einer Prüfung wäre es beispielsweise möglich, dass ich sie nicht bestehe.

Okay, das ist mühsam. Ich müsste dann das Modul wiederholen. Aber ich würde es überleben.

Selbst wenn ich von der Uni geschmissen werden würde, bin ich mir sicher, dass ich einen Weg zu einem anderen Beruf fände.

Denke immer daran: Wenn sich eine Tür schliesst, dann öffnet sich eine andere.

Nun weisst du, was du tun kannst, wenn dein Studium zu schwer ist.

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