Ist das Studentenleben wirklich so toll? (Die ganze Wahrheit)

Man hört immer wieder, dass das Studentenleben so unglaublich toll und entspannend sei. Aber stimmt das wirklich?

Mittlerweile bin ich in meinem 10. Semester angekommen und kenne das Studentenleben ganz genau.

Falls du dir also unsicher bist, ob das Studentenleben etwas für dich sein könnte oder nicht, dann bist du hier genau richtig.

In diesem Beitrag dreht sich nämlich alles darum, ob das Studentenleben denn wirklich so toll ist.

Ist das Studentenleben wirklich so toll?

Viele Menschen träumen davon, eines Tages studieren zu können. Aber ist das wirklich so toll, wie es immer scheint?

Lass uns der Frage mal auf den Grund gehen und uns die Vor- und Nachteile des Studentenlebens anschauen.

Was sind Vorteile des Studentenlebens?

Einige Studenten würden behaupten, dass das Studentenleben die beste Zeit ihres Lebens ist. Hier sind einige der Gründe, die dafür sprechen.

1. Du bist frei wie ein Vogel

Als Student hast du viel mehr Freiheit als in jedem anderen Lebensabschnitt.

Du kannst dir deine Zeit frei einteilen und entscheidest selber, ob und wann du lernst und wann du deine Zeit mit Freunden verbringst.

Zudem hast du keine Anwesenheitspflicht und kannst selber entscheiden, welche Kurse du besuchst.

2. Du kannst dich anziehen, wie du willst und keine Sau interessiert sich dafür

Egal ob Jogging-Hose und Schlabber-Shirt oder Jeans und T-Shirt, keiner interessiert sich dafür, wie du an der Uni rumläufst.

Du kannst das tragen, was du möchtest, auch wenn du aussiehst, als wärst du gerade erst aus deinem Bett gekrochen.

3. Die Herausforderung

Das Studentenleben ist eine grosse Herausforderung, aber genau das macht es eigentlich so spannend.

Du lernst, dich selbst zu organisieren, neue Dinge auszuprobieren und immer wieder Neues zu lernen.

Ich habe beispielsweise erst im Studium gelernt, wie ich meine Lerneinheiten so organisiere, dass ich an mein Ziel komme (ohne ständig gestresst zu sein haha).

Das war übrigens mit ein Grund, weshalb ich über 65 Vorlagen für Schüler und Studenten entwickelt habe, die dir bei deiner Organisation und beim Lernen helfen sollen.

4. Du lernst jeden Tag etwas Neues

Als Student hast du die Möglichkeit, aus unzähligen Kursen und Veranstaltungen auszuwählen und so dein Wissen ganz individuell zu gestalten.

Du triffst Menschen aus aller Welt und kannst dich immer wieder in neue Themen vertiefen.

Wenn dich ein Thema an der Uni also so richtig interessiert, dann kannst du sicher sein, dass du jeden Tag etwas Neues lernen wirst.

5. Du kannst in der Bibliothek lernen

Falls du zuhause nicht immer deine Ruhe hast, kannst du problemlos in der Bibliothek lernen.

Die Atmosphäre da ist tatsächlich ziemlich nice.

Inmitten der Bücherregale muss man sich ja fast motiviert fühlen haha.

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6. Viele Freizeitaktivitäten

An den meisten Hochschulstandorten gibt es eine Vielzahl von Freizeitangeboten für Studierende.

Es gibt Sportvereine, Kulturveranstaltungen und vieles mehr. So kann man sich neben dem Lernen auch noch anderweitig austoben und entspannen.

An der Pädagogischen Hochschule, wo ich studiere, wird sogar Theaterspielen angeboten.

(Ich sage nicht, dass ich in meinen 10 Semestern ein solches Angebot jemals wahrgenommen habe, aber es wäre zumindest vorhanden haha).

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7. Independence, baby

Wenn du möchtest (und es dir leisten kannst), dann kannst du in eine WG ziehen und bist somit völlig unabhängig von deinen Eltern oder anderen Personen.

Ihr könnt dann gemeinsam kochen, feiern, lernen und was man nicht alles so macht, wenn man in einer WG lebt.

Unabhängigkeit kommt aber auch mit neuen Verpflichtungen, die du nicht vergessen darfst.

8. Neue Leute

Als Student triffst du viele neue und interessante Menschen aus aller Welt. Es entstehen Freundschaften, die ein Leben lang halten können.

Hier musst du aber auch etwas Glück haben, dass du mit jemandem immer wieder dieselben Kurse besuchst, ansonsten wird es schwierig echte Freundschaften zu knüpfen.

9. Du kannst den ganzen Tag am Laptop sein

Als ich im Gymnasium war, musste ich jede langweilige Stunde aushalten.

Das ist mit der Zeit einfach unterträglich!

(Ich muss allerdings zugeben, dass ich überhaupt nicht der Typ dafür bin, übers Zuhören zu lernen. Das geht bei mir bei einem Ohr rein und beim andern direkt wieder raus haha.)

Jedenfalls ist das an der Uni etwas anders.

Du kannst theoretisch den ganzen Tag am Laptop verbringen: Ob du dir Vorlesungsotizen machst oder online shoppen gehst, interessiert niemanden.

Denn du bist selber dafür verantwortlich, am Schluss den Stoff zu können.

10. Die Semesterparty

In der Regel gibt es jedes Semester oder alle zwei Semester eine Party für die neuen Studierenden.

Da kannst du es so richtig krachen lassen.

Ich war bisher leider nur an einer dabei.

Und falls du dich jetzt fragst: HOW?

Let me tell you.

Meine Uni hat mehrere Standorte und die Parties finden immer abwechselnd an einem anderen Standort statt.

Ja, ich mag Parties, aber nicht so sehr, dass ich dafür drei Stunden mit der Bahn fahren würde.

Plus ist es mehrere Male aus epidemiologischen Gründen ausgefallen (trotzdem waren das die besten Semester EVER haha).

11. Neues ausprobieren

Als Student hast du viele Möglichkeiten, dich zu engagieren und auszuprobieren.

Ob in einem Verein, in der Politik oder im Ausland – es gibt viele Wege, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und Erfahrungen zu sammeln.

Viele studieren auch im Ausland oder machen einen Auslandsaufenthalt.

Die Studienzeit eignet sich perfekt dafür, um wirklich herauszufinden, was dir gefällt und wo du hingehörst.

12. Du hast die freie Wahl über deine Zukunft

Als Student hast du die Chance, deine Zukunft selbst mitzugestalten.

Du kannst entscheiden, welchen Weg du nach dem Studium einschlägst und welche Karriere du verfolgen möchtest.

Denke immer daran: Nicht jeder kann selber entscheiden, was er beruflich machen möchte. Wenn du die Möglichkeit hast zu studieren, dann ist das ein riesiges Privileg!

13. Du baust dir bereits ein Netzwerk auf

Als Student hast du die Möglichkeit, viele verschiedene Menschen kennenzulernen und so ein Netzwerk aufzubauen.

Dies ist später im Berufsleben oft sehr hilfreich und kann den Weg zu einem erfolgreichen Karrierestart erheblich erleichtern.

14. Lange Semesterferien

Not gonna lie. Die Semesterferien sind einfach nice.

Ich habe im Sommer etwa 14 Wochen Ferien. Im Winter etwas weniger.

Diese Zeit kannst du gut nutzen, um nebenbei zu arbeiten und etwas Geld zu verdienen.

Wenn du die Prüfungen erst Ende der Semesterferien hast, dann ist es weniger nice. Aber immer noch besser, als ständig an die Uni zu müssen.

15. Du hast immer die perfekte Ausrede

Falls deine Freunde sehr schnell beleidigt sind, wenn du mal etwas für dich machen möchtest und keinen Bock auf Party hast, dann sag ihnen einfach, dass du lernen musst.

Als Student oder Studentin hast du somit immer die perfekte Ausrede.

16. Du verbringst sehr viel Zeit alleine

Dieser Punkt kann sowohl negativ, als auch positiv sein.

Als Student verbringst du grundsätzlich sehr viel Zeit alleine (mit Lernen, Arbeiten schrieben etc.).

Wenn du aber sowieso eher der Einzelgänger-Typ bist, dann ist das Studentenleben genau richtig für dich!

Wo liegen die Nachteile des Studentenlebens?

Das Studentenleben ist nicht immer nur positiv. Kommen wir also zu den negativen Aspekten von Studierenden.

1. Alle haben Money - ausser dir

Der erste grosse Nachteil ist die finanzielle Situation.

Viele Studenten haben kein regelmässiges Einkommen und müssen von Ersparnissen oder Unterstützung leben.

Zusätzlich sind viele Wohnheime sehr teuer und Studenten können es sich daher oft nicht leisten, in einem richtigen Apartment zu wohnen.

Hinzu kommt, dass alle rund um dich herum bereits arbeiten und Geld verdienen.

Aus diesem Grund habe ich übrigens angefangen online mein Geld zu verdienen. So bin ich nämlich zeitlich und örtlich super flexibel!

2. Wenig Zeit für dich und deine Hobbies

Als Student hat man immer irgendwelche Verpflichtungen.

Man muss lernen, Hausarbeiten schreiben oder irgendwelche Aufgaben lösen.

Dabei bleibt oft keine Zeit für sich selbst und deine Hobbies. Je nachdem wie schnell du arbeitest und lernst, kann es schlimmer oder weniger schlimm sein.

3. Weniger Zeit für deine Freunde

Je nach Studiengang hast du mehr oder weniger Zeit für ein soziales Leben.

Du musst vieles hinten anstellen, um im Studium mitzuhalten zu können.

Die Freunde können da gerne mal etwas kurz kommen. Sei also darauf vorbereitet!

Uni Checkliste Bild
Uni Checkliste Text

4. Prokrastination

Wenn du dazu neigst, Aufgaben ständig aufzuschieben, dann wird dein Studium eine echte Achterbahnfahrt.

Den Dozierenden ist es nämlich egal, ob du anwesend bist und ob du lernst oder nicht.

Du musst selber Verantwortung übernehmen und dich motvieren können.

Das Studentenleben ist also nicht immer easy!

5. Stress, Stress und noch mehr Stress

Mein 10. Semester hat noch nicht mal gestartet und ich kriege bereits täglich Mails mit Aufträgen und jede Menge Blablabla und Dingen, die ich vorab erledigen soll.

Der Leistungsdruck, den man als Student empfindet, kann sehr belastend sein.

Klar kann man sagen, dass man super viele Freiheiten hat und flexibel ist.

Aber schlussendlich musst du die Prüfungen trotzdem bestehen.

Ansonsten stehst du mit nix da.

6. Die Prüfungsphase

Ein weiterer Nachteil des Studentenlebens ist die Prüfungsphase.

I mean – yes, es ist ziemlich nice unter dem Semester keine Prüfungen zu haben.

Aber die Prüfungsphase ist der absolute Horror.

In dieser Zeit ist man häufig gestresst und überfordert und hat kaum Zeit für Freunde oder andere Aktivitäten. Auch die Angst vor dem Versagen ist bei vielen Studenten gross.

7. Gruppenarbeiten

Du denkst Gruppenarbeiten seien etwas Positives?

Dann hast du vermutlich noch nie mit jemandem gearbeitet, den du vorher nicht gut gekannt hast.

Im Studium kennt man nicht immer alle seine Mitstudierenden und arbeitet dementsprechend mit Leuten in einer Gruppe, die teilweise eher eine Last sind als eine Hilfe.

Das braucht Nerven, ich sag’s dir!

(Mein Tipp: Arbeite IMMER alleine, wenn du kannst und du dir unsicher bist, wie eine andere Person arbeitet.)

8. Es verdirbt dir die Leselust

Wenn du normalerweise eine Leseratte bist, dann stelle dich darauf ein, dass sich das ändern wird.

Meistens muss man fürs Studium so viel lesen, dass man am Abend definitiv keinen Bock mehr auf einen Roman hat.

So war das zumindest bei mir.

9. Du verbringst sehr viel Zeit vor dem Bildschirm

Egal, ob du lernst, an einer Vorlesung online teilnimmst oder gerade eine Arbeit schreibst: Das meiste findet vor dem Bildschirm statt.

Das ist übrigens mit ein Grund, weshalb Akademiker häufiger eine Brille tragen.

Nach einem langen Tag können die Augen ganz schön anfangen zu brennen am Abend…

Klingt irgendwie nicht so nach dem chilligen Studentenleben, right?

Fazit: Ist das Studentenleben wirklich so toll?

Im Grosen und Ganzen ist das Studentenleben eine tolle Erfahrung. Man lernt viele neue Leute kennen, kann Neues lernen, wächst an den Herausforderungen und entwickelt sich weiter.

Natürlich gibt es aber auch stressige Zeiten, in denen es nicht immer so toll läuft.

Ich persönlich habe sowohl das Studentenleben als auch das Arbeitsleben kennengelernt.

Mir gefällt das Arbeiten eindeutig besser. Denn der ganze Leistungsdruck und das ständig Lernen am Abend und Wochenende fällt weg.

Ich habe gerne Zeit für meine Hobbies und die kommen während dem Studieren nun mal oft zu kurz.

Aber du bist nicht ich und solltest dir deshalb ein eigenes Bild vom Studieren machen.

Nun weisst du, wie das Studentenleben wirklich ist.

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